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Hauenstein - Damals und Heute   Verbandgemeinde Hauenstein®/©

Damals

Aus dem einst ruhigen Dörflein Hauenstein wurde 1925 die schnell emporstrebende Schuhindustrie geboren. Die Statistik sagt aus, daß 1925 bereits 32 Schuhfabriken, mit 1.195 Arbeitnehmern, von denen 770 im Ort und 425 in anderen Gemeinden beheimatet waren, in Hauenstein ansässig waren. Dazu kamen noch 151 Heimarbeiter. (Die erste Gewerbeanmeldung wurde durch C.A. Seibel im Jahre 1886 bereits getätigt.)


1895 Belegschaft von A. Seibel ®/©
Belegschaftsbild von 1895. Anton Seibel´s erste eigene Schuhfabrik - Hintergebäude Hauptstraße

Die danach folgenden Jahre waren wiederum von der Weltwirtschaftskrise gezeichnet. Im Schatten dieser ging die gesamte Schuhindustrie zurück, da kaum noch Nachfrage war. In dem Jahre 1936 waren wieder über 24 Schuhfirmen mit 1.800 Beschäftigten  in Hauenstein ansässig. Durch die Kriegswirren wurden mehr Marschstiefel und Militärstiefel benötigt. Während dieser Zeit wurden auch 146 ausländische Arbeitskräfte in Hauenstein beschäftigt. Franzosen, Russen und Polen. Bis 1945 die amerikanischen Truppen einmarschierten und das Kriegsende nahte.

Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches, konnte ein Neubeginn auch in der Hauensteiner Schuhindustrie beginnen. Die Pirmasenser Schuhfabriken waren durch den Krieg zerstört, der Aufbau benötigte Zeit. In Hauenstein wurde die amerikanische Besatzung durch französische Besatzung abgelöst. Noch im gleichen Jahr begann man in den beschlagnahmten Räumen der Schuhfabrik C.A. Seibel mit der Schuhproduktion. Jedoch wurde die Schuhproduktion durch die Französische Besatzung reglementiert, nur 10 % der Menge die in Friedenszeiten produziert wurde durfte hergestellt werden.

 1923 Belegschaftsbild JUBO®/©
Belegschaftsbild 1923 der Schuhfabrik Julius Bock JUBO in der Ludwigstraße 3
(links daneben steht heute die Ferienwohnung Dienes)

1950 kam die zweite Blütezeit der Hauensteiner Schuhindustrie. Der Bedarf an neuen Schuhen stieg. Im Jahre 1955 wurde die Höhe des Vorkriegsvolumens von 1936 wieder erreicht.

Vom Ende des zweiten Weltkrieges bis 1961 sind in Hauenstein 32 neue Betriebe entstanden. Zu dieser Zeit waren über 3.000 Menschen in Hauenstein mit der Schuhherstellung beschäftigt.
1960 wurden in Hauenstein über 3,57 Millionen Paar Schuhe im Wert von 61,6 Millionen DM hergestellt.

 1963 Stanzerei Jubo®/©
Teilbelegschaftsbild "Stanzerei Fa. JUBO 1963

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Heute

Heute sind nur noch wenige aktive Schuhfabriken tätig. Die erste in Hauenstein vorhandene Schuhfabrik, von C.A Seibel, besteht heute noch (1886-heute). Darüber hinaus gibt es am Ort viele Schuhverkaufsstellen wo Sie heute noch Ihre "Schnäppchen" schlagen können. Viele Kunden kommen von weit her, um sich mit qualitativen, preiswerten Schuhen in Hauenstein zu versorgen. Die Schuhmeile ist bis weit über die Gemeindegrenzen bekannt.

Schuh Marke - Klick mich ! April bis Oktober auch jeden Sonntag geöffnet von 13:00 - 18:00 Uhr ®/© Schuh Marke - Klick mich !
z.B. bei "Schuh Marke" die größte Schuhverkaufsstelle in Hauenstein

An die Blüte der Schuhindustrie erinnert heute noch das einzigartige Schuhmuseum "Schuhfabrik". In diesem lebendigen Museum sind nicht nur verschiedene Dinge aus der Schuhfabrikation ausgestellt, sondern ganze Läden aus den Hochzeiten der Schuhindustrie, sowie eine funktionstüchtige mit ohrenbetäubendem Lärm ratternde Produktionsstraße mit alten original Maschinen. Absolut sehenswert und in Deutschland einzigartig.

Logo Schuhmuseum   Schuhmuseum Geöffnet: Täglich 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Deutsches Schuhmuseum "Schuhfabrik"

Seit den frühen 80er Jahren hat Hauenstein immer mehr in den Fremdenverkehr investiert. Zwischenzeitlich kann sich Hauenstein mit vielen anderen innerdeutschen Urlaubsorten messen. Über 500 km Wanderwege im schönen Wasgau und im Pfälzer Wald locken tausende Urlauber jährlich ins schöne Hauenstein. Hauenstein wurde im Zuge der weiteren Aktivitäten im Fremdenverkehr zum Luftkurort erklärt. Und freut sich heute schon, Sie, als Gast begrüßen zu dürfen.

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